[R] Das tickende Herz von Rebecca Wild

29. Juni 2015 |
12,99€ (Broschiert) | 283 Seiten | Band 1 von 2 | Romance Edition | Auf Amazon/Goodreads
Clock, die seit ihrer Notoperation nichts mehr fühlen kann, führt mit ihrem Freund Elliot ein verstecktes Leben an Bord eines Handelsluftschiffs. Mit dem Auftauchen des geheimnisvollen Luftschiffpiratens Hawk und seiner Windmagie kehren jedoch all die verloren geglaubten Emotionen in die Kammern ihres mechanischen Herzens zurück. Als Hawk sie entführt, um an einen magischen Stein zu gelangen, muss sich Clock die Frage stellen, ob alles Eisen ist, was Elliot damals in ihrem Herzen verbaut hat …

"Das tickende Herz" ist ein Buch, das ich seit dem Erscheinen unbedingt lesen wollte, da mir "Verräter der Magie" von der Autorin damals sehr gut gefallen hat.
Wie im Klappentext schon verraten wird, kann Chloey/Clock aufgrund ihres mechanischen Herzens nicht mehr fühlen. Diese Tatsache hat es mir echt schwer gemacht, mir eine Meinung über sie zu bilden. Aber als sie schließlich wieder fühlen kann, wurde sie mir einfach nicht richtig sympathisch. Sie handelt an einigen Stellen vollkommen irrational und sagt dann auch noch Dinge wie: "Ich weiß, ich sollte jetzt eigentlich..., aber ich muss einfach...". Das waren die Momente, in denen die Handlung ziemlich gezwungen wirkte und der Spaß verloren ging.
Auch Hawk war nicht der Pirat, wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Seine Person ist leider ziemlich nichtssagend, abgesehen von ein paar sporadischen "Böser Junge"-Sprüchen, die aber auch nicht viel gebracht haben.
Außerdem wurden Clock und Hawk absichtlich "dumm gehalten", was eine bestimmte Sache angeht. Ich mag es einfach nicht, wenn der Leser es das ganze Buch über weiß, die Charaktere aber erst in den letzten Zügen drauf kommen, obwohl es so viele offensichtliche Hinweise gab.
Auch die Liebesgeschichte zwischen den beiden hat dem Buch nicht den Kick gegeben, den es gebraucht hätte.
Rebecca Wilds Schreibstil war aber wieder sehr angenehm und schnell zu lesen, auch wenn ich  aufgrund der etwas holprigen Geschichte nicht wirklich vorrankam.
Einen wirklichen roten Faden gibt es nicht und Spannung kam auch nicht so richtig auf. Die Geschichte konnte mich einfach nicht mitreißen, was auch unter anderem an den fehlenden Beschreibungen lag. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin sich mehr mit der Umgebung und ihren Charakteren beschäftigt, denn von Clock wusste ich bis zur Hälfte kaum wie sie aussieht.
Dennoch war das Buch eine nette Unterhaltung für zwischendurch. Der Fae-Aspekt hat der Geschichte das besondere Etwas gegeben und die Verknüpfung der Menschenwelt mit der Feenwelt hat mir gut gefallen.

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