[R] Die Auserwählten - Im Labyrinth von James Dashner

16. Januar 2015 |
http://www.carlsen.de/sites/default/files/styles/layer_480/public/produkt/cover/9783551312310.jpg?itok=w3nD15H7Preis: 9,99€ (TB)
Seiten: 496
Originaltitel: Maze Runner
Verlag: Carlsen
Band 1 von 3

Inhalt
Sein Name ist Thomas. An mehr kann er sich nicht erinnern. Fest steht, dass er irgendwie auf einer Lichtung gelandet ist, umgeben von einem bizarren Labyrinth. Doch er ist nicht alleine. Zusammen mit fünfzig anderen Jungen sucht er einen Weg in die Freiheit. Mörderische Kreaturen erwarten sie – und gewaltige Mauern, die sich ständig verschieben. Ist das Ganze eine Prüfung? Und wer hat sich dieses grauenvolle Szenario ausgedacht? Den Jungen bleibt nicht viel Zeit, um das herauszufinden.

Zum Buch
"Die Auserwählten - Im Labyrinth" klang für mich nach einer spannenden, mit Rätseln gespickten Sci-Fi Geschichte. Der Klappentext hat mich wirklich neugierig gemacht und außer ein paar Kritikpunkten, hat mir das Buch auch gut gefallen.
James Dashners Art zu Schreiben ist sehr angenehm; kein zu komplizierter Stil mit verschachtelten Sätzen. Manchmal schweift er etwas ab und hält sich mit Unnötigem auf, was mich aber nicht großartig gestört hat. Denn an Tempo verliert die Geschichte dadurch nicht.
Zu Beginn war ich etwas hin- und hergerissen was Thomas angeht, da er ein sehr ungeduldiger Charakter ist und schon wenige Minuten nach seiner Ankunft davon spricht, dass ihm NIE jemand antworten gibt. Andererseits mochte ich ihn mit seinem wachsenden Mut immer mehr und schlussendlich, als seine Rolle in dem Ganzen deutlich wird, war er mir dann doch recht sympathisch. Außerdem war es mal wieder sehr angenehm einen männlichen Protagonisten zu haben.
Bei den anderen Charakteren brauchte ich ebenfalls eine Weile, um mit ihnen warm zu werden. Denn es handelt sich durchweg um mürrische, unfreundliche Jungs. Zwar wirkt deren pessimistische Laune mehr und mehr verständlich, aber die stätige schlechte Laune und aggressive Stimmung störte mich mit der Zeit einfach.
Deshalb konnte ich auch kaum Sympathien entwickeln; am ehesten mochte ich noch Newt, Chuck und später Teresa mit ihrer herrlich unkomplizierten Art. Teilweise waren die Charaktere auch etwas farblos, weshalb ich Thomas Reaktionen auf einige Handlungen und Aussagen anderer nicht nachvollziehen konnte.
Die Idee des Autors finde ich fantastisch. Ich liebe Rätsel und da die ganzen Geschehnisse im Labyrinth ein einziges Rätsel sind, hat mir die Geschichte sehr gefallen. Dashner führt den Leser von einer Überraschung zur nächsten, wodurch es niemals langweilig wurde. Gleichzeitig spitzt sich die Lage zu und führt auf den großen Showdown und die Flucht aus dem Labyrinth hinaus.
Die schlussendliche Auflösung fand ich zwar nicht ernüchternd, aber etwas weniger originell als erwartet, da Dashners Geschichte bis dorthin voller neuer, cooler Ideen steckte.
Trotzdem hat mir das Ende gut gefallen! Auch weil dieser Teil der Geschichte zu einem runden Abschluss kommt und Part zwei schon angekündigt wird.

Fazit
"Die Auserwählten - Im Labyrinth" ist ein spannendes Buch mit einer starken Geschichte, aber teilweise schwachen Nebencharakteren. Deshalb kann ich keine generelle Leseempfehlung ausprechen; denn da müsst ihr selber sehen, ob die Nebencharaktere euch stören, oder nicht. Ich war in Teilen sehr genervt, habe aber irgendwann einfach darüber hinweggesehen.

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