(R) Verlieb dich nie in einen Vargas von Sarah Ockler

28. August 2013 |

Autor: Sarah Ockler
Preis: 16,99€ (Gebunden)
Seiten: 416
Wertung: 3/5
Originaltitel: The Book of Broken Hearts
Verlag: cbt
Band 1 von 1
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Ein großes Dankeschön an den cbt Verlag!

Inhalt

Jude Hernandez hat eine Menge von ihren Schwestern gelernt, aber die wichtigste Regel lautet: Verlieb dich nie in einen Vargas! Sogar einen Blutseid hat sie darauf geschworen. Jetzt lebt Jude als einzige der Schwestern noch bei ihren Eltern, es ist der letzte Sommer vor dem College. Um ihren kranken Vater aufzuheitern, hat sie einen jungen Mechaniker angeheuert, der das Vintage-Motorrad ihres Vaters reparieren soll. Kann sie etwas dafür, wenn er gut aussieht? Und unerwartet süß ist? Und Emilio Vargas heißt? Schließlich handelt es sich um eine reine Geschäftsbeziehung und von einer Vargas-Flirtattacke lässt sie sich schon mal gar nicht durcheinander bringen. Aber Judes eiserne Abwehr erhält erste Risse. Wird zum dritten Mal ein Vargas das Herz einer Hernandez brechen?


Zum Buch

The Book of Broken Hearts„Verlieb dich nie in einen Vargas“ hat sich für mich nach einer typischen Romeo und Julia- Geschichte angehört. Letztendlich war die Thematik aber eine ganz andere.
Deswegen finde ich die Aufmachung auch ein wenig unpassend, denn die ist ja eindeutig auf Lovestory getrimmt. Das Original gefällt mir viel besser, ebenso wie der Titel, der mehr zur gesamten Geschichte passt, als der deutsche.
Der Schreibstil der Autorin ist extrem flüssig und super zu lesen. Auch diese kleinen spanischen Worte, die sie mit eingebunden hat, haben mir gut gefallen. Jude erzählt aus der Ich-Perspektive was ich bei so einer Geschichte, wo Gefühle eine große Rolle spielen, sehr schön finde.
Aber selbst diese Tatsache konnte nichts daran ändern, dass ich das ganze Buch über einfach keinen Draht zu ihr aufbauen konnte. Sie war ein gut gestalteter Charakter, aber ebenso wie Emilio einfach nichts Neues. Beide kamen mir wie der durchgekaute Kram vor, den ich schon in so vielen anderen Büchern gelesen habe und ich konnte mich in beide kaum hineinversetzen.
Dafür habe ich Judes Dad sofort in mein Herz geschlossen. Ihr viejito leidet, wie der Klappentext schon verrät, an Alzheimer und macht der Familie damit ganz schön zu schaffen. Judes Schwestern leben alle weit weg, ihre Mom arbeitet viel und Jude ist zu Hause bei ihrem Vater und versucht mit ihm gemeinsam seine Erinnerungen wieder aufleben zu lassen. So kommt sie auch auf die Motorrad-Idee. Und zu Emilio.
Mir kam es so vor als würde Jude sich nur aus Prinzip in Emilio verlieben. So nach dem Motto „Oh nein. Mir als Hernandez ist es ja eh vorbestimmt mich in einen Vargas zu verlieben. Na dann…Los Schmetterlinge fliegt!“ Andauernd hat sie irgendwelche Phantom-Liebes-Schmerzen, obwohl sie kaum eine ordentliche Konversation zustande gebracht hat. Emilio baggert sie an und Jude verpasst ihm dafür jedes mal verbal eine. That's it. Und bis zur Hälfte des Buches geht es auch so weiter, bis auf "zufälliges" Händchenhalten. Die Romantik hat mir also entscheidend gefehlt, weil ich durch Cover und Klappentext eben etwas ganz anderes erwartet habe. Aber die Momente, die es gab, waren trotzdem schön.
Zudem haben mich viele Handlungen und Dialoge sehr stark an "Du oder das ganze Leben" erinnert. Sogar die Fahrstunde bleibt nicht aus. Da habe ich die beiden natürlich immer mit Brit und Alex verglichen...und an die beiden kommen Jude und Emilio leider nicht ran.
So, aber bevor die Zwei mal ansatzweise in die Puschen kommen, haben sie genug mit Judes Dad zu tun, dessen Zustand immer schlechter wird.
Im Grund genommen geht es in diesem Buch mehr um Judes Leben an sich und wie Emilio darin eine Rolle spielt (Zunächst nur als Freund) und nicht darum, dass sie sich in ihn verliebt und dann das große Drama beginnt. Sondern wie er es schafft ihr Hoffnung zu geben und sich einen Wettlauf mit dem Chaos liefert um Jude zu helfen. Außerdem freundet er sich mit Judes Dad an, der ihn wirklich mag, und hilft ihr damit auch ein ganzes Stück.
Mh. Sonderlich spannend klingt das nicht, oder? Das ist es auch nicht. Das Buch ist zu absolut keinem Zeitpunkt spannend und ich hatte nie das Gefühl unbedingt weiterlesen zu müssen. Trotzdem ist es ein Buch, das mich mitreißen konnte. Der Fokus liegt wirklich auf Jude und ihrem Dad und die enge Bindung die beide aneinander haben…verdammt ich heule schon wieder. „Verlieb dich nie in einen Vargas“ behandelt eine extrem schwere Thematik, finde ich. Denn Jude weiß ja, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis sie ihren Dad endgültig verliert und er keine Ahnung mehr hat wer sie ist.
Dieses ganze Liebeszeugs von Jude und Emilio ist gar nicht wichtig gewesen. Es hätte auch einfach gereicht wenn beide Freunde geblieben wären, dann hätte das Ende auch funktioniert. Vielleicht sollte dieses „Verbotene Liebe“ Ding einfach für Spannung sorgen, was es im Endeffekt aber nicht wirklich hat.


Fazit

Für das gesamte Buch kann ich am Ende leider nur 3 Törtchen vergeben. Trotzdem lohnt es sich zu lesen, da die Autorin die Hauptthematik einfach super dargestellt hat. Sie konnte mich wirklich bewegen, auch wenn einige andere Teile ein bisschen trocken sind. Es zahlt sich aus.

Kommentare:

  1. Aha! Das ist die erste Rezi, die ich zur deutschen Ausgabe lese und hmmm........ich will das Buch schon seit ich erfahren hab, dass es übersetzt wird, weil ich gehofft hatte, 1. das schöne Cover bei mir stehen zu haben^^ und 2. eine Geschichte à la Brit & Alex zu kriegen :D Was ja irgendwie wohl so ist. Ein Glück hab ich deine Rezi jetzt gelesen, damit ich vorbereitet bin, es ist ja trotzdem nicht schlecht, klingt da aus deiner Meinung raus, oder? ;) Also Danke für die Vorwarnung! (Ich freu mich trotzdem vor allem auf tollen spanischen Einfluss =D)

    Liebste Grüße,
    L E Y

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  2. Hey :) Nein, schlecht ist es nicht. Der Fokus liegt nur nicht so auf der Lovestory, wie man es sich vielleicht wünscht. Aber einen Versuch ist es trotzdem wert. ;)

    Liebe Grüße,
    Lisa

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