(R) Zwei an einem Tag von David Nicholls

18. Mai 2013 |
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Autor: David Nicholls
Preis: 9,99€ (Taschenbuch)
Seiten: 544
Wertung: ?
Originaltitel: One Day
Verlag: Kein & Aber/ Heyne
Band 1 von 1
Leseprobe
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Inhalt:

»Gerade stelle ich mir dich mit 40 vor!« Es ist der 15. Juli 1988, und Emma und Dexter, beide zwanzig, haben sich gerade bei der Abschlussfeier kennengelernt und die Nacht zusammen durchgemacht. Am nächsten Morgen gehen beide ihrer Wege. Wo werden Sie an genau diesem Tag ein Jahr später stehen? Und wo in den zwanzig darauffolgenden Jahren? Werden sich die beiden, die einander niemals vergessen können, weiterhin immer gerade knapp verpassen?



Zum Buch:

One Day (Movie Tie-in Edition)Zu aller erst muss ich sagen, dass es zu diesem Buch keine genaue Wertung geben wird. Ich hatte mit "Zwei an einem Tag" so viele Höhen und Tiefen, dass ich mich für keine Bewertung entscheiden kann und ihr euch mit meiner Rezi einfach ein eigenes Bild machen müsst. :)
Zum Cover habe ich eigentlich nicht viel zu sagen, außer, dass mir das Motiv an sich gefällt, nur das Design der Originalausgabe meinen Geschmack mehr trifft.
Der Schreibstil war von Anfang an etwas Besonderes. Zwischen jedem Kapitel vergeht ein Jahr und jedes Mal wird die Geschichte an dem Tag erzählt, an dem Emma und Dex sich kennengelernt haben. Also vergehen im gesamten Buch nicht nur ein paar Wochen oder Monate, sondern fast ein ganzes Leben. Ich fand' es total faszinierend, auch wenn der Einstieg in jedes neue Kapitel mir manchmal ein bisschen schwerfiel, wenn ich als Leser nicht wusste, was in diesem einen Jahr passiert war und man sich an Veränderungen erstmal wieder gewöhnen musste.
Der Leser lernt Emma und Dex kennen, als sie gerade ihren Abschluss in der Tasche haben und diesen auch ordentlich feieren wollen. Irgendwie landet Dex im Bett von Emma, aber statt Sex zu haben, werden sie zu den reinsten Philosophen über das Leben- dass beide aber eigentlich etwas ganz anderes wollen, ist ihnen klar...aber irgendwie bekommen sie es einfach nicht hin.
Das ist der Beginn einer Freundschaft, die einfach unbeschreiblich ist. Emma und Dexter sind zwei Charaktere, die ich vom ersten Moment an gemocht habe. Deshalb war es auch eine emotionale Achterbahnfahrt zu sehen, wie ihr Leben weitergeht. Nach dieser einen Nacht gehen beide getrennte Wege, verlieren aber nie den Kontakt. Die Art und Weise wie beide immer etwas Besonderes füreinander bleiben, wissen, dass sie irgendwo mehr empfinden, es sich aber nicht eingestehen, war einfach wundervoll.
David Nicholls beschreibt die beiden Leben, die sich immer wieder kreuzen, mit so viel Gefühl und Hingabe, dass ich Emma und Dexter immer besser kannte. Zwischenzeitlich war ich mir sogar nicht mal mehr sicher, ob es so eine gute Idee ist, wenn beide endlich den Mut haben und sich ihre Gefühle eingestehen. Ihre Charaktere sind so echt, einfach das pure Leben, dass ich mich super mit ihnen identifizieren konnte. Ungeschönte Peinlichkeiten, Makel und Fehler, all das haben sie, wie jeder andere auch.
One DayWährend Dexter nun durch die Welt tuckert und noch nicht so recht weiß, was er mit sich anfangen soll, sitzt Emma als Angestellte in einem Schnellrestaurant fest. Die Beiden sind so unendlich unterschiedlich, dass es teilweise nur zum Lachen (oder Weinen war), wie sich ihr Leben und vorallem auch sie selbst, verändern.
Beide machen eine unglaublich Wandlung durch, die ebenfalls von massiven Höhen und Tiefen geprägt ist, bei Dexter aber eindeutig mehr als bei Emma. Emma ist eher diejenige, die auf dem Boden bleibt und versucht ihr Leben auf die Reihe zu kriegen. Dexter ist da eher etwas...einfacher gestrickt.
Natürlich durchlebt ihre Freundschaft auch Krisen, wodurch sie manchmal Monate nichts voneinander hören. Entweder haben sie sich wieder zu sehr verändert, oder ihre Gefühle stehen ihnen im Weg. Mittlerweile glaube ich auch, dass eine Beziehung von Anfang an überhaupt nicht funktioniert hätte. Emma hätte Dex nach spätestens einem halben Jahr umgebracht und Dexter hätte mit Emma als Partnerin einfach nichts anfangen können. (Was man an seinem Frauengeschmack auch deutlich sieht) x)
So geht es eine ganze Weile, und ich muss sagen, dass ich mich durch einige Kapitel wirklich durchkämpfen musste, da das Leben ist ja nun nicht immer spannend ist. Andere Kapitel widerrum wahren total spannend, vorallem wenn es eine Wende in der Geschichte gab.
Man muss sich einfach im klaren sein, dass der Autor nicht darauf aus ist eine möglichst spannende Geschichte zu schreiben, sondern eine echte, authentische, die von dem Leben zweier Menschen erzählt. Wenn man sich darauf einstellt, kann einem "Zwei an einem Tag" sehr gut gefallen. Gen Ende des Buches, als Beide Mitte 30 sind, nimmt die Geschichte aber nochmal an Tempo zu, denn irgendetwas müssen Emma & Dex ja nun mit ihrem Leben anfangen. Beide scheinen mehr oder weniger ihren Platz gefunden zu haben und grundsätzlich zufrieden zu sein. Ob der Weg dorthin nun aus tausenden von Umwegen bestand ist jetzt egal. Mir haben beide "Lösungen" gefallen, auch wenn es dann ein Kapitel gab, das noch einmal alles umgeworfen hat- sehr zu Freuden der kleinen Lisa. :p Bis dahin war außer der besagten Wende nichts Großes, Weltbewegendes passiert, doch der große Schock sollte noch kommen und ich kann euch sagen, das ich jetzt schon wieder Tränen in den Augen habe. Macht euch also auf alles gefasst!


Fazit:

"Zwei an einem Tag" ist ein sehr bewegendes Buch, dass mir auf jeden Fall im Gedächtnis bleiben wird, denn Emma und Dexter lassen mich so schnell nicht mehr los. Wie gesagt kann ich dieses Buch einfach nicht bewerten, da es Zeiten gab, wo es mich furchtbar gelangweilt hat, aber auch Zeiten, in denen ich mit dem Lesen einfach nicht aufhören konnte.

Kommentare:

  1. Ich fand das Buch nur toll! Ich liebe solche Geschichten, wo es darum geht, sich nach einem Jahr am selben Tag zu treffen...seit ich "Before Sunrise" gesehen habe. Und "Zwei an einem Tag" finde ich einfach nur klasse!!
    Liebe Grüße
    Martina

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  2. Ich fand die Geschichte schön, bin aber bis heute total sauer auf das Ende und habe mich deshalb auch geweigert, den Film im Kino zu sehen.. damit hatte ich bei diesem Buch wirklich nicht gerechnet. Ich mag sowas überhaupt nicht. :s

    Liebe Grüße
    Hanna

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  3. Ich habe den Film damals im Kino gesehen und fand ihn sooo schön, dass ich unbedingt das Buch lesen wollte.
    Erst heute traf es bei mir ein *schäm*.

    Liebe Grüße, Sophie

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