(R) Schwarze Stunde von Christine Fehér

12. Oktober 2012 |
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Autor: Christine Fehér
Preis: 9,99€ (Broschiert)
Seiten: 336
Wertung: 2/5
Originaltitel: Schwarze Stunde
Verlag: cbt
Band 1 von 1

Inhalt:

Ihre Liebe schmerzt – bis in den Tod

Zwölfte Klasse, Studienfahrt. Eine Schülerin fehlt, als alle am Frühstückstisch sitzen: die gerade 18 gewordene Valerie, der man nachsagt, zwischen ihr und dem Englisch-Referendar Corvin Schwarze sei was am Laufen. Da kommt die Polizei in den Raum: Valerie wurde schwer verletzt gefunden – jemand hat sie von einer Klippe gestürzt. Aber wer? War es ihr Ex-Freund Manuel, der nie über die Trennung hinwegkam? Ihre Freundin Alena, die ihr die Heimlichtuerei verübelt? Die Klassenlehrerin Frau Bollmann, die selbst in Corvin Schwarze verliebt war? Oder etwa Corvin selbst, der nicht akzeptieren wollte, dass Valerie Abstand von ihm suchte?


Zum Buch:

Ich muss zugeben, dass ich eigentlich kein Fan von Thrillern bin, aber ein Versuch war´s wert. Als meine Freundin sich dieses Buch gekauft hat, habe ich mir gedacht, dass ein bisschen Abwechslung vielleicht mal ganz gut wäre und nachdem sie mit dem Buch fertig war, habe ich mich eben durch die bedrängende und gewaltsame Welt von Valerie gekämpft.
Von Außen sieht das Buch relativ unscheinbar aus, passt aber einfach genial zum Inhalt. Das Blut steht in diesem Fall natürlich für die Bedrohung, der Valerie ausgesetzt ist und die Kreide natürlich für Corvin. Also ich habe jetzt keine besondere Meinung dazu, ich finde es weder super schlecht, noch super gut. Ist zwar ganz nett anzusehen, aber einen wirklichen Wowfaktor hat es nicht.
Ebenso der Schreibstil, der für mich aber eher in Richtung "super schlecht" ging, da er ziemlich schwer ist und sich nur mit mühe lesen lässt; teilweise war es sogar so eintönig, dass ich die letzten zwei Sätze vergessen habe und nochmals lesen musste, oder dass mir schlicht die Augen zugefallen sind. Es war also kein Tempo da, nichts was den Leser ans Buch fesselt und ihn dazu bringt es in einem Rutsch durchzulesen.
Und genauso geht es auch mit der Protagonistin Valerie weiter. Sie ist einfach, wahh, ich kann es kaum beschreiben. Auf mich wirkte sie, sagen wir es mal vorsichtig ausgedrückt, leicht beschränkt. Sobald sie Corvin getroffen hat, dreht sich alles nur um ihn. Ist ja schön und gut, aber als sie erfährt, dass er ihr LEHRER ist, bremst sie das wenig. Sie trifft sich weiter mit ihm, wenn auch etwas distanzierter und vorsichtig. Aber wenn ich gefühlte 100 Drohbriefe bekomme, in denen mir mit dem Tod gedroht wird, dann, spätestens dann, höre ich doch auf mich mit ihm zu treffen oder? Nein, natürlich nicht.Valerie sagt "Aber wir waren doch vorsichtig." und das wars. Sie hat zwar Angst und redet auch mit Corvin darüber, aber als dieser ihr sagt, dass sie paranoid ist und sie darauf hin abzuknutschen beginnt, ist die Sache gegessen.
Noch ein Beispiel wäre ihr Geburtstag. Valerie bekommt einen Brief von Corvin, den sie auf ihren Schreibstisch legt und die Tür zumacht. Später ist ihre Feier in vollem Gange und da wundert sie sich wenn jemand in ihr Zimmer geht und den Brief von ihrem Leherer findet? Vorallem wenn ihr psychisch kranker, anhänglicher Ex-Freund ebenfalls auf der Feier ist und ihr sowieso immer wieder ein Verhältnis mit Corvin vorwirft; also eh schon misstrauisch ist.
Und das waren jetzt nur ein paar Beispiele für Valeries Naivität, da gibt es noch eine ganze Menge mehr von. Auf der einen Seite betont sie immer, wie sehr sie der Mob fertig macht und wie kurz alle davor sind, von ihrer Liebe zu Corvin handfeste Beweise zu bekommen. Aber auf der aneren Seite handelt sie einfach so stroh doof, dass es auch kein Wunder ist, wenn die ganze Sache immer schlimmer wird.
Sop, dann kann ich übrigens auch nicht verstehen, was an Corvin so toll sein soll, dass man für ihn gleich sein Leben riskiert. Natürlich ist er anders, weil er gut mal 15 Jahre älter ist, aber so toll? In Valeries Augen ist er einfühlsam, verständnisvoll, erwachsen...bla bla bla. Aber so richtig habe ich nur Szenen von ihm mitbekommen, außer der im Flugzeug, wo er dieser Beschreibung tatsächlich entspricht, in denen er stur und eigenwillig ist. Außerdem grabbelt er die ganze Zeit an ihr herum, ich weiß nicht, das hat mich total genervt.
Die anderen Charaktere haben mich jetzt auch nicht vom Hocker gehauen. Alle hatten irgendwie einen an der Klatsche, wirklich niemand schien normal zu sein, da ist es auch nicht verwunderlich dass mir niemand sonderlich sympathisch war. Der Psychofaktor war also definitiv vorhanden.
Es war schon erschreckend zu sehen, was die Menschen nicht alles tun um dazuzugehören. Diese Botschaft hat das Buch definitiv überbracht, wenn auch auf eine etwas verzerrte Weise.
Wie die Geschichte ausging, können wir uns alle denken, obwohl das Ende ziemlich offen ist. Doch die endgültige Auflösung hat das Buch in meinen Augen noch ein bisschen gerettet, denn die war einfach genial und vorallem unerwartet. :)


Fazit:

Ja was sagt man dazu? Thriller wird man auf meinem Blog wohl nicht so häufig finden; nein mal ehrlich dieses Genre ist einfach nichts für mich. Ich weiß nicht ob das Buch dafür einfach schlecht war, oder ob ich mit dieser Art einfach nicht warm werde, ich mochte es einfach nicht. Abgesehen von der Story waren die Charaktere einfach langweilig und der Schreibstil ein wirklich harter Knochen, von mir gibt es 2/5 Törtchen.

Kommentare:

  1. Jugendthriller sind meist auch nicht wirklich spannend, finde ich zumindest ;)

    LG, Sandrina

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  2. Schade, dass so ein wirklich gutes Buch dermaßen abqualifiziert wird. Und zum Kommentar von @Sandrina: Jugendthriller weisen natürlich nicht dieselbe Spannung aus, wie ein Thriller für Erwachsene. Das hat einen guten Grund!

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