(R) Erben des Mondes- Grimoire Lunaris von Stefanie Hasse

6. Juni 2012 |

Autor: Stefanie Hasse
Preis: 19,90€
Seiten: 336
Wertung: 1,5/5
Originaltitel: Erben des Mondes- Grimoire Lunaris
Verlag: Books on Demand
Band 1 von ?

Inhalt:

Die erwachsene Victoria erinnert sich in der Nacht ihres Rufes wieder an ihr Leben als 18jährige. Mit ihrer Wiedergeburt beginnt für sie und die anderen Neulinge die Ausbildung der Kinder des Mondes. Victoria mit ihrer telepathischen Gabe ist nun Teil dieser den Menschen verborgenen Welt der Magie.Ihre Ausbildung verläuft ganz nach Plan, bis sie eines Tages das Grimoire lunaris, das mächtigste Zauberbuch der Welt, in den Händen hält und sie damit die Aufmerksamkeit des Bösen auf sich zieht.Unterstützung bekommt sie durch Darian. Doch ihr Vertrauen in Darian wird erschüttert, als sie von seinem dunklen Geheimnis erfährt. 


Zum Buch:

Ich habe mich wirklich sehr auf die "Erben des Mondes" gefreut und war nun umso enttäuschter. Das Buch war wirklich durchgehend oberflächlich und dabei war die Idee so wundervoll neu. Obwohl ich sagen muss, dass ich mir unter dem Titel und dem Klappentext etwas Anderes vorgestellt habe, dass muss man dazu sagen.
Das Cover gefällt mir sehr und irgendwo habe ich gelesen, dass die Autorin es selbst gemalt haben soll, wirklich eine super Idee. Der Titel passt wie die Faust auf´s Auge, hierfür also schonmal ein Plus.
Doch dieser kleine Pluspunkt wird durch einen abgehackten und zu einfachen Schreibstil zu Nichte gemacht. Die Sätze der Autorin sind kurz und in meinen Augen einfach zu schlicht gestrickt. Furchtbar waren auch die Satzanfänge: Dann, Aber, Und, schienen sehr beliebt zu sein. Ich konnte mich damit einfach nicht anfreunden und dass der Schreibstil einfach keine Tiefgründigkeit, oder ein Kopfkino, wie ich es sonst erlebe, erzeugt hat machte das Ganze nicht gerade einfacher.
Bei den Charakteren war es nicht anders; für mich sahen alle gleich aus, wenn ich dann mal ein Bild hatte. Das Aussehen von Protagonistin Victoria, dessen Name mir immer wieder entfallen war, wird gar nicht erst beschrieben. Genauso das von Mike, Darian, Alex oder dem Großteil der anderen Personen.
Auch hatte keine Person einen richtig ausgereiften Charakter, keine Persönlichkeit. Victoria hat es nichteinmal geschafft bei mir irgendwelche Gefühle auszulösen, sei es nun Sympathie oder nicht. Für mich war sie einfach zu neutral und blass, als dass sie mir wie andere Charaktere noch im Kopf rumgespukt hätte.
Ihre Beziehung zu Darian war einfach so...doof. Wirklich, mir fällt kein anderes Wort dafür ein. Sonst gab es immer eine besondere Leidenschaft, Bindung, Irgendetwas, das die Beziehung zweier Charaktere stark und einzigartig gemacht hat. Hier war es einfach so gezwungen und wirkte auf mich einfach nicht echt genug, so dass das Buch auch gut ohne die Beziehung überlebt hätte.
Die Geschichte an sich ist ziemlich zäh und zieht sich am Anfang furchtbar in die Länge, was mich dazu brachte teilweise wirklich mit den Seiten zu kämpfen. Irgendwann auf Seite 85 habe ich dann die Lust verloren und angefangen die Rezension zu schreiben, weil ich mir ziemlich sicher war, dass die Autorin es nicht mehr schafft mich zu überzeugen. Ihre Idee allerdings war so wundervoll und originell, und dann kam nur eine mittelmäßige Story dabei raus, wirklich schade.
Gleich zu Beginn werden wir in das Leben von Victoria geworfen, die mir aus irgendeinem Grund furchtbar alt vorkam. Am gleichen Abend, an dem ein Vollmond am Himmel steht, kann sie sich wieder an alles erinnern und von nun an erleben wir ihre Geschichte aus der Vergangenheit, als sie 18 Jahre alt war. Später finde ich dann heraus, dass Victoria in der Gegenwart so um die 40 ist.
Als sie gerade Volljährig ist, wird sie zum Kind des Mondes berufen und mit einer besonderen Gabe ausgestattet. Victoria hat telepathische Fähigkeiten und ist unter den wenigen anderen eine der Mächtigsten, war ja klar. :)
Dann ist da natürlich auch noch die andere Hälfte, die Gegner der Kinder des Mondes, das Böse, oder auch wie wir sie nennen: Vampire.  Dieser Teil der Geschichte wollte so gar nicht in meinen Kopf. Vampire? Gut, die Erklärung war, dass Kinder, die ihre Kraft aus Menschen statt dem Mond ziehen, zu sogenannten "Vampiren" werden. Diese Stelle fand ich einfach nur überflüssig, konnte Böse nicht einfach nur Böse sein?
Wie gesagt, weiter habe ich nicht gelesen und ich denke, das werde ich auch nicht. Dafür fesselt das Buch einfach viel zu wenig und es fällt mir unsagbar schwer mir die Kulisse und Charaktere vorzustellen.


Fazit:

"Erben des Mondes" konnte mich wirklich kein bisschen überzeugen. Die Charaktere hatten keine Persönlichkeit und der Schreibstil ist einfach zu oberflächlich und einfach gehalten. Mir hat das Buch leider nicht gefallen und deshalb vergebe ich nur 1,5/5 Eistörtchen.


Die Reihe:

Band 1: Erben des Mondes- Grimoire Lunaris
Band 2: Erben des Mondes- Hexenkrieg (Arbeitstitel)
?

Ein großes Dankeschön an Lisa für die Wanderbuchaktion!

1 Kommentar:

  1. Hey:)
    Ich finde es immer ein bisschen schwierig, Rezensionen und Kritiken von Büchern zu verfolgen, die nicht zu Ende gelesen wurden.
    Ich will dich nicht angreifen oder sonst was, jedem das seine, aber eine Rezension anhand von 85 von 336 Seiten (!) zu veröffentlichen...Schwierig.
    Nichts desto trotz, jeder hat eine eigene Meinung:)

    lG

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