7. Mai 2012 |
(Rezension) House of Night- Gezeichnet von P.C. Cast und Kristin Cast


Autor: P.C Cast und Kristin Cast
Preis: 8,99€ (Taschenbuch)
Seiten: 464
Wertung: 1/5
Originaltitel: House of Night- Marked
Verlag: Bastei Lübbe
Band 1 von ?


Inhalt:

Als auf der Stirn der 16-jährigen Zoey eine saphirblaue Mondsichel aufscheint, ist ihr sofort klar, dass sie Gezeichnet worden ist und im House of Night zum Vampyr ausgebildet werden soll. Doch sie ist keine normale Jungvampyrin: Die Göttin Nyx hat sie mit besonderen Kräften versehen. Und Zoey ist nicht die Einzige im Internat mit solchen Fähigkeiten. Als sie herausfindet, dass die Anführerin der Töchter der Dunkelheit, einer Elitegruppe der Schule, ihre Gaben missbraucht, muss sie ihren ganzen Mut aufbringen, um sich ihrer Bestimmung zu stellen - Gezeichnet ist der furiose Auftakt zu Zoeys Entdeckungsreise zwischen den Welten, zwischen Licht und Dunkel und letztendlich zu sich selbst.

Zum Buch:

Von diesem Buch hätte ich mir wirklich mehr erwartet, vorallem da es insgesamt schon 9 Bände sind, da muss es doch eigentlich der Hammer sein. Aber von einem guten Buch ist "Gezeichnet" meilenweit entfernt.
Das Cover ist ganz in Ordnung, nicht wahnsinnig schön aber auch nicht misslungen. Ich würde es eher unauffällig nennen. Die netten Muster, die sich über das ganze Buch verteilen sind wirklich hübsch, aber das Mädchengesicht stört mich irgendwie, wie immer.
Der Schreibstil hingegen ist, ich kann es nicht anders sagen, einfach daneben. Kotzen, Scheiße, Gelaber, Möpse; all diese Worte bekommen wir in diesem Buch zu lesen und das ist nur eine kleine Auswahl dessen was uns wirklich erwartet. Auch sonst ist der Schreibstil relativ flach und amateurhaft, teilweise nicht auszuhalten. Dann gibt es da immer diese nervigen Klammersätze, die Zoeys Denken nocheinmal unterstreichen sollen. Die haben den Lesefluss, wenn es kurzzeitig mal einen gab, sehr gestört und sind meiner Meinung auch einfach überflüssig.
Unter einem gelungenen Protagonisten verstehe ich auch etwas anderes. Zoey ist einfach ein total verwöhntes Mädchen, das der Meinung ist sich alles erlauben zu können, außerdem scheint sie nicht sonderlich schlau zu sein. Sie ist perfekt und einfach wunderschön. Da darf der perfekte Fast-Freund, die perfekten Freunde und der perfekte Charakter natürlich nicht fehlen. Wo sind die Makel, Fehler? Gibt es nicht. Die anderen Charaktere, auch wenn es Vampire sind, waren auch alles Andere als fehlerhaft.
Was mich außerdem sehr irritiert hat war die Beschreibung von Zoeys Äußerem. Denn sie ist das genaue Ebenbild von Kristin Cast: Dunkle Haare, braune Augen, indianische Züge und klein. Ich finde wenigstens die Protagonisten sollten Personen der eigenen Fantasie sein und nicht wie der Tochter der Autorin aussehen.
Wer meine Rezension zu "Bis(s) einer weint" gelesen hat, der weiß wie es ist eine Parodie zu lesen und genau so habe ich mich gefühlt als ich "Gezeichnet" gelesen habe. Ich hatte die ganze Zeit über das Gefühl eine Parodie zu lesen und habe mich gefragt wann nun endlich der ernste Teil kommt, bzw. wann die wirkliche Geschichte endlich losgeht.
Die Story ist im Endeffekt relativ simpel: Das "House of Night" ist ein Internat für Vampire, mitten in der Stadt und jeder weiß über die Wesen der Nacht bescheid. Das ist doch mal ein Widerspruch in sich. Seit wann sind denn Vampire allerseits in der jeweiligen Stadt bekannt und seit wann leben sie in Internaten. Das passt einfach nicht zusammen.
Zoey wird gezeichnet, indem ein anderer Vampir ihr das magische Vampirmal auf die Stirn (zaubert?).
Der Weg zum House of Night ist wirklich schrecklich unoriginell. Zoey wird von ihren Eltern abgewiesen, die alle Priester der Stadt einladen und Zoey mit irgendwelche Kräutern heilen wollen. Ihr Vater und ihre Mutter sind einfach eine einzige Lachnummer. So schlechte Charaktere müssen auch eine Kunst sein. Der vermeidliche "Streit" zwischen Zoey und ihrer Mutter ist einfach nur oberflächlich und platt runtergeredet ohne jegliche Emotionen und wen doch welche da waren, dann habe ich sie vor Langeweile wohl nicht mitbekommen.
An dieser Stelle könnte ich das Buch noch weiter auseinandernehmen, aber irgendwann wird es euch auch langweilig. Fakt ist, dass es außer dem Cover vielleicht, rein gar nichts positives gab, das habe ich auch noch nie erlebt.
Das Buch habe ich übrigens nicht zu ende gelesen, welch Wunder. :) Auf Seite 100 ist mir endgültig der Kragen geplatzt und was ich mich wirklich frage ist, wer sich diesen Kram ganze 9 Mal antut.


Fazit:

In einigen Rezensionen wird dieses Buch als literarische Missgeburt beschrieben. Ich sage: einfach nur Geldverschwendung. Wer auf oberflächliches Teeniegequatsche über Schuhe, Jungs und nebenbei Vampire steht ist hier an der richtigen Adresse. Doch wer einen Vampirroman voller Spannung erwartet kann da lange warten.





Kommentare:

  1. ich kann dir nur zustimmen! Echt gute Rezi :)

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  2. Bin auch gerade wieder dabei, den ersten Teil zu lesen, nachdem ich vor einem Jahr abgebrochen habe. Ich kann mich dir nur anschließen. Es liest sich tw. so, wie wenn das Buch von einer 13-Jährigen geschrieben wäre.

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  3. Heey..=))
    Zu erst muss ich gestehen, dass ich die ersten 3 Bände nie gelesen habe. Ich bin erst seit Band 4 dabei und mir gefällt die Geschichte recht gut. Stevie Rae's Geschichte ist der Hauptgrund dafür. Ich habe eine schwäche für Liebesgeschichten zwischen "Gute" & "Böse". Ich kann jedoch gut verstehen, dass euch Zoey auf die Nerven geht. Sie hat immer mehr "Männer" Probleme und kann sich nie definitiv für jemanden entscheiden, was mir mit der Zeit sehr auf die Nerven gegangen ist. (Sie ist zeitweise in 3 Typen gleichzeitig verliebt, was ich schon ein wenig weit hergeholt finde!!) Ich bin aber trotzdem froh, dass ich das Buch weiter gelesen habe. Die Geschichte an sich finde ich nicht schlecht, auch wenn es sicherlich bessere gibt. =)))

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  4. Ich stimme dir in den meisten Sachen zu. Du hast in den Punkten Recht, dass es einem mit derZeit auf die Nerven geht, dass Zoey einfach nur perfekt ist und alle Typen bekommt die sie will, da das sehr unrealistisch ist(auch wenn sie so hübsch ist wie beschrieben. Das es so viele Schimpfwörter auftauchen ist auch nicht von Vorteil und ich muss gestehen, dass es so ab dem Band 7 langweilig wird, da es bei einem Buck fast nur darum ging dass Zoey auf einem Altar lag und Stark um sie "getrauert" hat.
    Aber die ersten Bücher finde ich gut und auch relativ schön geschrieben. Die Geschichte ist an sich schlüsstig, wobei ich nicht finde dass es schlecht ist dass alle wissen dass es Vampire gibt. Ich finde es schade dass du das Buch nicht zuende gelesen hast, weil es "hintenraus" besser wird.

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  5. Also ich hab bereits alle teile von House of Night gelesen und kann euch in vielem zustimmen. Zum Beispiel ist der erste Teil wirklich nur Teenie Kram und hin und her, wobei ich finde, dass Jungs da gar nicht so im Vordergrund stehen... Erik kommt ja erst zum Schluss. Allerdings wird es ab Teil 3 oder 4 richtig gut, weil zoey entdeckt, was neferet für ein Miststück ist. Dann wird es ab Teil 7 wirklich zäh und lässt sich nur schwer lesen, vor allem, weil es immer ungefähr das gleiche Schema ist. Es wird aber wieder besser. Mich Nerven die Jungsgeschichten auch total. Es ist wirklich sehr unrealistisch, aber es wird in den späteren teilen ja auch erwähnt, dass es für eine Hohepriesterin normal ist viele Typen zu haben...
    Aber auch das ändert sich. Es kommt noch ein weiterer typ dazu und das wird dann der einzige. Nur Heath wird bis zum 10. Teil immer ein Thema bleiben. Wenn auch nur beiläufig und das einzige Thema, dass zoey aus ihrer Vergangenheit geblieben ist.
    Letzt endlich finde ich die Reihe gut und schlecht. Manchmal ist es friedlich und gut zu lesen und in den letzten teilen ist es ziemlich vollgestopft mit Action und Drama.

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