13. April 2012 |
(Rezension) Aria & Perry- Gebannt. Unter fremdem Himmel by Veronica Rossi


Autor: Veronica Rossi
Preis: 17,95€
Seiten: 432
Wertung: 5/5
Originaltitel: Under the Never Sky
Verlag: Oetinger
Band 1 von 3
Leseprobe
 


Inhalt:

Getrennt durch zwei Welten, geeint im Überlebenskampf, verbunden in unendlicher Liebe. Die siebzehnjährige Aria lebt in einer Welt, die perfekter ist als die Realität. Perry kommt aus einer Wildnis, die realer ist als jede Perfektion und in der wilde Stürme das Leben bedrohen. Als Aria in seine Welt verstoßen wird, rettet Perry ihr das Leben. Trotz ihrer Fremdheit verbindet die beiden die Verzweiflung und Sorge um die, die sie lieben. Aria will ihre verschollene Mutter wiederfinden, Perry ist auf der Suche nach seinem Neffen, an dessen Entführung er sich die Schuld gibt. Aria versucht, vor Perry zu verbergen, dass ihre Gefühle ihm gegenüber sich wandeln. Doch Perry hat dies längst schon entdeckt, aber nicht nur bei Aria, auch bei sich selbst.


Zum Buch:

Es ist das erste Mal, dass ich finde, dass die Werbesprüche für ein Buch geradezu untertrieben sind. Als ich das Buch zu Ende gelesen habe, hatte ich das Gefühl als hätte ich nur zehn Minuten davor gesessen und es gelesen. Es ist einfach wundervoll!
"Gebannt- Unter fremdem Himmel" ist ein Titel der das Buch sehr gut beschreibt. Obwohl, wenn man bedenkt dass der Himmel für die Protagonistin nicht ganz fremd ist, passt der englische Titel eher wie die Faust auf´s Auge, aber übersetzt hört es sich nicht mehr ganz so gut an, aber auch nicht schlecht: Unter dem Niemalshimmel.
Auch das Cover passt zu hundert Prozent zu dem Buch. Das hervorgehobene A erinnert an die wütenden Ätherstürme und die Blätter und Blumen an die Welt außerhalb der Biosphären. Was das Mädchen angeht hätte ich nichts dagegen wenn sie gar nicht auf dem Cover wäre, aber sie stört mich auch nicht gerade.

So ein Schreibstil wie in diesem Buch ist mir auch noch nicht untergekommen. So klar und deutlich; einfach schön und angenehm zu lesen. Außerdem wurde die Handlung kapitelweise aus verschieden Sichtweisen erzählt; einmal der von Aria und der von Perry. Ich hatte die Wälder und Orte in denen die Beiden sich befanden direkt vor meinem inneren Auge und auch von Aria und Perry selbst habe ich eine klare Vorstellung.
Auch waren mir die Beiden vom ersten Moment an sympathisch, Perry am Anfang vielleicht ein wenig mehr als Aria. Denn als sie in seine Welt, die reale Welt, verstoßen wird, verfällt sie in eine Hysterie und entwickelt Phobien, die teilweise ein wenig anstrengend waren, andererseits wären andere Reaktionen von ihr auch ohne jegliche Logik gewesen. Peregrine, oder auch Perry, strahlt hingegen eine Ruhe aus, die es dem Leser unmöglich machte sich vorzustellen was für eine Art Mensch er ist. Als er dann Aria trifft, versteckt er seine Menschlichkeit vollkommen und lässt ihr somit keine andere Wahl als ihn einen "Barbaren" und "Außenseiter" zu nennen. Doch Stück für Stück brockelt die Fassade und der Mensch löst das Raubtierhafte allmählich ab. Als ich dann von den sogenannten "Gaben" erfahren habe wurde Perry gänzlich zu einem perfekten Protagonisten, der eigentlich alles andere als perfekt ist. Und auch Aria wurde gen Ende des Buches zu einer noch faszinierenderen Person, auch wenn ich einige ihrer Handlungen am Anfang nicht verstehen konnte.
Die Geschichte an sich ist einfach einzigartig: eine Dytopie versehen mit einigen Fantasyelementen. In dieser Zukunft wüten Ätherstürme, riesige Feuerstürme und zerstören die Welt wie wir sie kennen. Die Menschheit flüchtete sich in verschiedene Biosphären und schaffte es so unversehrt zu überleben. Aber dabei blieb es nicht, eine neue Gesellschaftsform entwickelte sich und es wurde versucht die alte Welt zu ersetzen. Die Menschen lebten in virtuellen Welten, die ihnen das Gefühl von Freiheit geben sollten, was auch eine geraume Zeit lang funktionierte. Protagonistin Aria lebt in einer dieser Biosphären und auch wenn sich die Autorin mit der Handlung nur kurz dort aufhielt bekam ich einen guten Eindruck wie das Leben dort ist.
Am Anfang des Buches wird Aria auch sehr bald aus ihrem bisherigen Leben verbannt, da sie in einen verbotenen Bereich eingedrugen ist um etwas über ihre Mutter zu erfahren, zu dessen Forschungsstation in einer anderen Biosphäre seit Wochen der Kontakt abgebrochen ist. In diesem Bereich befand sich die Landwirtschaft, diese wurde bei Arias Einbruch aus verschiedenen Gründen zerstört, so dass sie außerhalb der Biosphäre in der Wildnis, oder auch Todeszone genannt, ausgesetzt wird. Zu ihrem Glück entdeckt Perry sie und diese Begegnung macht sie zu unerwarteten Weggefährten, die aufeinander angewiesen sind, denn: Perrys Neffe wurde von den "Siedlern", sprich Menschen die innerhalb der Biosphäre leben, entführt und Arias sogenanntes "Smarteye", ein Gegenstand der den Menschen Zugang zu den virtuellen Welten schafft und ein zentrales Mittel der Gesellschaft ist, kann Perry zu ihm führen. Jedoch ist das Smarteye zerstört und nur Perry kennt jemanden in der Wildnis der sich mit Gegenständen der Siedler auskennt und somit machen die Beiden sich gemeinsam auf den Weg dorthin.
Eine lange, sehr lange Zeit versuchen sie nur so wenig wie nötig miteinander zu reden und halten auch sonst nicht viel voneinander. Mit der Zeit aber, obwohl es wirklich länger als die Hälfte des Buches dauerte, beginnt die Liebe der Beiden zu keimen. Ich würde die Gefühle der Beiden füreinander er als eine "leise Liebe" bezeichnen, da sie nicht mit vielen Worten verbunden ist. Überraschenderweise werden hier aber Worte ausgesprochen, die in anderen Büchern häufig überrannt werden und so wurde diese Liebe nicht nur schön, sondern auch noch einzigartig und wird so auch in keinem anderen Buch wieder vorkommen.
Begleitet wird die Geschichte von einigen anderen Handlungssträngen, wie z.B dem Kampf um den Titel als Kriegsherren des Stammes, den Perry mit seinem Bruder führt, das verschwinden von Perrys Schwester Liv und die Macht, die die Gaben mancher Menschen haben. Diese Gaben sind eigentlich nur eine verstärkte Ausprägung einzelner Sinne wie Gehör, Sehvermögen und Geruchsinn. Die Menschen die mit diesen Gaben mehr oder weniger gesegnet sind werden Horcher, Seher und Witterer genannt. Das Besondere an den Witterern ist, dass sie die Gefühle der Menschen riechen können, was es meines Erachtens noch in keinem Buch gab. :) Perry ist mit zweien dieser Gaben versehen; er ist Seher und Witterer zugleich, eine Seltenheit.


Fazit:

In meinen Augen ist dieses Buch genauso wundervoll wie Panem, wenn nicht sogar noch besser und das soll was heißen, wenn ich als eingefleischter Panem Fan soetwas sage. Ich kann allen die ungewöhnliche Abenteuer, Fantasy und Romantik mögen dieses Buch nur ans Herz legen. Ich glaube die Frage nach den Törtchen erübrigt sich an dieser Stelle, aber wenn ich könnte würde ich dem Buch hundert davon geben.


Kommentare:

  1. Ich habe das Buch gelesen und finde es einfach nur toll!!!! :-)
    weist du wie der 2. Teil heist und wann der raus kommt?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallöle! :)
      Der zweite Band wird im März 2013 erscheinen und "Getrieben- Durch ewige Nacht" heißen. Der dritte und letzte erscheint ein Jahr später im März und trägt den Titel "Geborgen. In unendlicher Weite"
      Ich hoffe ich konnte dir helfen.

      LG Lisa

      Löschen
    2. Hallöchen,
      vielen dank für deine Antwort, ja du hast mir sehr geholfen. Jetzt weis ich bescheid :-)

      Löschen