4. April 2012 |
(Rezension) Elfenkuss by Aprilynne Pike


Autor: Aprilynne Pike
Preis: 8,99€
Seiten: 368
Wertung: 3/5
Originaltitel: Wings
Verlag: cbj Fantasy
Band 1 von 4
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Inhalt:

Durchscheinend blau und weiß sind sie und erschreckend schön, die flügelartigen Blütenblätter, die der 15-jährigen Laurel eines Morgens aus dem Rücken wachsen. Gemeinsam mit ihrem neuen Freund David versucht sie, herauszufinden, was mit ihr geschieht. Doch erst als sie in dem verwunschenen Wald hinter ihrem Elternhaus auf den faszinierenden Tamani trifft, erfährt sie die unglaubliche Wahrheit: Laurel ist eine Elfe, die als kleines Kind zu den Menschen gesandt wurde, um das Tor nach Avalon zu beschützen. Sie weiß, am Ende wird sie sich entscheiden müssen: zwischen ihrem Leben als College-Mädchen und ihrer Bestimmung, vor allem aber zwischen dem attraktiven David und dem Frühlingselfen Tamani, dessen grüne Augen sie nicht mehr loslassen …


Zum Buch:

Ich muss sagen, dass dieses Buch nach meinem ersten Versuch einen Feenroman zu lesen, sehr erfrischend war. Ich habe aber auch gemerkt, dass Feen- und Elfenromane nicht wirklich mein Ding sind, was nicht heißen soll, dass ich das Buch schlecht bewerten werde.
Außerdem muss ich doch sagen, dass gewisse Parallelen zu "Plötzlich Fee" nicht zu übersehen waren.
Der Schreibstil war okay, aber mehr auch nicht. Nicht sonderlich großartig aber auch nicht in die Flucht schlagend, irgendetwas dazwischen. Doch die Dialoge waren teilweise erschreckend steif. Ich hatte oftmals nicht das Gefühl, dass sich die Charaktere locker unterhielten.
Wie viele andere bin ich der Meinung, dass das Cover überaus wichtig für ein Buch ist. Es vermittelt dem Leser einen ersten Eindruck und oftmals sind Cover auch entscheidend ob man den Klappentext liest oder nicht, zumindest geht es mir so. Zu dem Cover von "Elfenkuss" fallen mir nur Worte wie: Romantik, Elfen, Feen, wunderschön, Wald, Blüten, Schmetterling und sowas alles ein. Kurz gesagt: Das Cover ist einfach der Wahnsinn. :)
Und als es nach seeehr langem begutachten des Covers nun endlich ans Lesen ging, wurde ich zu aller erst von einem wirklich sympathischen Mädchen namens Laurel Sewell begrüßt. Sie ist nicht eines von diesen typischen Ich-bin-so-unscheinbar-und-durchschnittlich-und-keiner-beachtet-mich Mädchen, sondern ein offenes, freundliches, dass sich nicht für ihr gutes Aussehen schämt. Sie selbst bezeichnet ihr Spiegelbild als hübsch mit hellgrünen Augen, langen, glatten und blonden Haaren. Diese Selbstansicht war weder zu arrogant, noch zu selbstbemitleidend. Schnell wurde klar, dass Laurel anders als die Anderen ist. Sie ist strenge Veganerin, fühlt sich eingegengt sobald sie nicht in der Natur ist und hat überhaupt keine Makel, weder Pickel, fettige Haare oder sonst etwas.
Dann ist da noch David, einer von Laurels Klassenkameraden. Im Laufe des Buches wird er Laurels bester Freund und eine Zeit lang war er das auch ausschließlich, bis ich bemerkte, dass er insgeheim wünscht mehr als "nur" ihr Kumpel zu sein. Zuerst war ich ein wenig genervt, habe aber nichts anderes erwartet, denn wie sonst soll eine schöne Liebesgeschichte entstehen? Zu diesem Zeitpunkt nimmt die eher noch freundschaftliche Beziehung der Beiden nur die Hälfte der Handlung ein. Auf der anderen Seite, der eigentlich viel Wichtigeren, sind Laurel und David dabei herauszufinden warum aufeinmal riesige und wunderschöne, flügelartige Blätter direkt aus Laurels Rücken wachsen.
Je weiter sie forschen, desto unmenschlicher scheint Laurel zu sein und am Ende kommen sie zu einem Ergebnis, das völlig überraschend und erschreckend war.
Währenddessen lernt Laurel Tamani kennen, einen Frühlingself. An dieser Stelle habe ich inständig gehofft, dass ich gerade nicht Laurels Zukünftigen kennenlerne und dass David gleich um die Ecke kommt. Aber so übel war Tamani gar nicht mit seinen schwarzen Haaren und dem allgemein perfekten Aussehen. Er bringt Licht ins Dunkel und zeigt Laurel die Welt aus der sie ürsprünglich stammt. In dieser sind Frühlings-, Sommer-, Winter und Herbstelfen nichts ungewöhnliches und Blüten und Pollen erst recht nicht. Doch Laurel ist nicht nur eine einfache Elfe, sondern sie hat eine Bestimmung und eine Bindung zu Tamani, die weit in die Vergangenheit reicht.
Was mir noch aufgefallen ist und was mich wirklich verstört hat war, dass Laurel nie klare Ansagen gemacht hat. Mal schien sie sich eher zu David hingezogen zu fühlen und mal mehr zu Tamani. Erst im allerletzten Kapitel bezieht sie Stellung und das war mir ein wenig zu spät. Kamen die beiden Jungs sich nicht ein wenig herumgeschubst vor? Insgesamt waren die Charaktere sehr sympathisch und ausgereift, blieben mir nach dem Buch aber nicht ewig im Kopf.

Wie ich schon sagte scheinen Feen- und Elfenromane einfach nicht mein Ding zu sein. Obwohl ich sagen muss, dass das Buch als solches ein ganz Gutes ist und es Menschen, die diese Dinge mögen sicher gut gefallen wird. Aber wie heißt es so schön, Geschmäcker sind verschieden. :)


Fazit:

Ein nettes Buch für Feen- und Elfenfans. Ich bin hin- und hergerissen ob ich die Folgebände nun lesen soll oder nicht. Ich denke ich entscheide mich spontan und vergebe im Großen und Ganzen 3/5 Eistörtchen.

Kommentare:

  1. Ich hab das Buch geliebt, ist aber jawohl Geschmackssache ;) Bei einem muss ich dir aber ganz klar wiedersprechen. Wenn du dem Buch einen Minuspunkt gibst, weil es ehr ähnlich wie Plötzlich Fee deiner Meinung nach ist, musst du den Punkt eher Plötzlich Fee abziehen, Elfenkuss ist nämlich ein ganzes Jahr früher rausgekommen!

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  2. Tatsächlich? Dann war das wohl ein Fehler, danke für den Hinweis. :)

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  3. Ich finde deine Rezi toll, sie spiegelt total meine Meinung wider, nur liebe ich Feenroman, darum hat es mir schlussendlich besser gefallen als dir :)

    Würde mich über einen gegenbesuch freuen

    LG
    Weisselilie

    PS: Schönes Layout!! ♥

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